Sachverhalt:
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Auf die Berichterstattung zum geplanten Ausbau der Lindenstra?e im
Abschnitt zwischen Tobienstra?e und Am Ochsenkamp in den Sitzungen des AUS am
29.09.2015 und 20.20.2015 wird Bezug genommen. Dar?ber hinaus auch auf die
Vorlage der Verwaltung 029/2016, die allerdings im Sitzungsverlauf von der
Verwaltung zur?ckgezogen wurde. Im Hinblick auf die zustimmende
Beschlussfassung zu einem Antrag der Fraktion ?B?NDNIS 90/DIE GR?NEN?? - Bauma?nahmen an Verkehrsfl?chen - wurde von
der Verwaltung angek?ndigt, in der n?chsterreichbaren AUS-Sitzung zun?chst noch
erl?uternde Ausf?hrungen zum Zustand und der Erhaltungsw?rdigkeit der
bestehenden B?ume zu machen.
Die folgenden Ausf?hrungen beruhen im Wesentlichen auf Informationen der
Technische Betriebe Schwelm A?R (TBS).
Bei den zu f?llenden 10 B?umen handelt es sich um Winterlinden (Tilia
cordata), die vermutlich in den 50er Jahren nach Realisierung der ersten
Bauvorhaben an diesem Teilst?ck der Lindenstra?e gepflanzt wurden. Der Ausbau
des Stra?enteilst?cks erfolgte in unterschiedlichen Abschnitten in den Jahren
zwischen 1956 (Teilbereich ab Tobienstra?e) und 1966 (Restarbeiten beim Ausbau
Am Ochsenkamp).
Die B?ume sind trotz der mangelhaften Standorte noch verh?ltnism??ig
vital und nach Feststellungen im Rahmen der turnusm??igen Baumkontrolle auch
verkehrssicher. In den letzten Jahren waren allerdings vermehrt Totholzbildungen
- auch bei den Grob?sten - festzustellen.
Stra?enbauma?nahmen der letzten Jahrzehnte haben die Wurzelanl?ufe der
B?ume erreicht und diese vermutlich auch gesch?digt. Die Lebenserwartung der
B?ume im Hinblick auf einen Ausbau der Lindenstra?e muss als ?u?erst kritisch
betrachtet werden. Hierbei werden Wurzelverletzungen zwingend erwartet, welche
zu einer mittelfristigen Entfernung der B?ume aufgrund von nachfolgenden
Infektionen mit? holzzerst?renden Pilzen
bef?rchten l?sst.
Das Konzept zum Ausbau der Stra?e ist zusammen mit den TBS im Jahre 2012
gepr?ft worden. Als Ergebnis dieser Pr?fung war schnell klar, dass ein
sinnvoller Ausbau der Stra?e mit Neuordnung der Parksituation nicht mit dem
Erhalt der vorhandenen Stra?enbegr?nung einhergehen kann. Vielmehr bestand
schon 2012 Einigkeit, dass im Ausbau der Stra?e eine Chance liegen w?rde, eine
neue Stra?enbegr?nung mit ausreichenden Wurzelbereichen auszustatten und somit
im Hinblick auf den Klimawandel zukunftsf?hig zu etablieren.
Ein Ausbau der Stra?e bzw. Tiefbauarbeit jedweder Art ohne Sch?digung
der B?ume erscheint sehr unrealistisch, wenn nicht gar unm?glich.
In ungest?rtem Boden kann man davon ausgehen, dass mindestens 2,00 m
?ber die Kronentraufe hinaus Wurzeln zu finden sind, die keinesfalls gesch?digt
werden sollten. In gest?rten Standorten ist die Prognose von aufzufindenden
Wurzeln, welche nicht zerst?rt werden sollten, kaum seri?s m?glich. Ein
Stra?enausbau ohne Gef?hrdung der vorhandenen B?ume ist aus fachlicher Sicht
nicht oder nur mit sehr hohem finanziellen Aufwand m?glich.
Nicht vorhandene Wurzelr?ume, Leitungstrassen im unmittelbaren
Wurzelhauptbereich, Bordsteinf?hrungen im Wurzelhalsbereich, Wegebel?ge bis an
die St?mme, Sch?den durch Hundeurin, Anfahrsch?den, kein hinreichender
Baumschutz sind die Probleme dieser Altb?ume.
In der Planung sind aufgrund der guten Erfahrungen 4 S?ulenhainbuchen
(Carpinus betulus ?Frans Fontaine?) vorgesehen. Denkbar w?ren nat?rlich auch
passend zum Stra?ennamen Linden (Silberlinde Tilia tomentosa ?Brabant?,
Winterlinde Tilia cordata ?Greenspire? oder ?Rancho?)
Mit dieser Vorgehensweise ist gesichert, dass auch zuk?nftig
Bauma?nahmen durchgef?hrt werden k?nnen, ohne dass der Baumbestand
gef?hrdet wird.
Dar?ber hinaus m?chte die Verwaltung noch einmal deutlich herausstellen,
dass sie insbesondere auch bei Bauma?nahmen im Bereich von Stra?en ein
besonderes Augenmerk auf die B?ume legt. Der manchmal unausweichlichen
Interessenkollision zwischen barrierefreiem Fu?g?ngerverkehr und Baumstandorten
wird gerade durch die von der Verwaltung und TBS vorgeschlagenen Vorgehensweise
zur zuk?nftigen Baumpflanzung mit Wurzelgr?ben Rechnung getragen.
Fazit:
Nach Auffassung von Verwaltung und TBS ist bei der Durchf?hrung von
Bauma?nahmen jedweder Art eine Sch?digung der Baumwurzeln zwingend zu
erwarten und damit ein langfristiger Erhalt der B?ume nicht m?glich. Dies gilt
auch f?r einen Ausbau m?glicherweise gro?fl?chig um die vorhandenen B?ume
herum, da auch hier Wurzeln zu finden sind, die nicht gesch?digt werden d?rfen.
Alternative Planungen unter Inanspruchnahme privater Grundst?cke sind
aus wirtschaftlichen Erw?gungen heraus nicht angestellt worden.
Die Verwaltung schl?gt daher weiterhin vor, den Ausbau gem?? der
vorgelegten Planung vom 27.08.2015 umzusetzen, damit die Gehwege von den
Menschen auch kurzfristig wieder genutzt werden k?nnen. Durch die Beteiligung
der AVU, die in diesem Bereich neue Versorgungsleitungen verlegen will, hat der
Ausbau jetzt auch wirtschaftliche Vorteile.
Die im letzten Sitzungszug? kontrovers
gef?hrte Diskussion um Art und Umfang der B?rgerbeteiligung (es wurden auch
Kostengesichtspunkte herangezogen), kann nach Auffassung der Verwaltung nur im
Einzelfall entschieden werden. So ist f?r das anstehende Verfahren
festzustellen, dass es sich hier um nur einen Eigent?mer handelt, mit dem die
Verwaltung ?auf Arbeitsebene? im Kontakt steht.
Diese SV ersetzt die im AUS am 16.02.2016 angek?ndigte und verschobene
SV 029/2016 und enth?lt die vom K?mmerer angek?ndigten erg?nzenden
Erl?uterungen.
Beschlussvorschlag:
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Der AUS stimmt dem vorgestellten Ausbauplan vom 27.08.2015 zum Ausbau
der Lindenstra?e (von Am Ochsenkamp bis Tobienstra?e) zu und beauftragt die
Verwaltung bzw. die TBS, erneut eine Ausschreibung durchzuf?hren. Eine weitere
B?rgerbeteiligung soll hier nicht mehr erfolgen (jedoch sollen die
Arbeitsgespr?che mit der genossenschaftlichen Grundst?ckseigent?merin
fortgef?hrt werden).
????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????? Die B?rgermeisterin
????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????? gez. Grollmann
