Betreff
Wiederaufnahme der Gärtner-Ausbildung
Vorlage
085/2018
Aktenzeichen
V-Fl-s
Art
Berichtsvorlage der TBS

Sachverhalt:

 

Die TBS beabsichtigen, die Gärtner-Ausbildung im August 2019 wieder zu aktivieren.

 

Im Jahr 2015 hatte der Vorstand die Entscheidung getroffen, keine Auszubildenden mehr einzustellen. Hierdurch wurde ein zusätzlicher Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushalts durch die TBS erreicht.

 

Vorstand und kaufmännische Leitung gehen davon aus, dass trotz der derzeit entspannteren finanziellen Situation der Stadt die Ernsthaftigkeit der Konsolidierungsbemühungen nicht in Frage zu stellen ist. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass der Konsolidierungsbeitrag der TBS in den kommenden Jahren auch bei Wiederaufnahme der Ausbildung erbracht werden kann. Die geplanten Konsolidierungsbeiträge wurden in den vergangenen Jahren in der Regel deutlich übererfüllt.

 

Im März 2018 stellte der TBS-Personalrat einen Initiativantrag zur betrieblichen Ausbildung (dem Verwaltungsrat wurde darüber berichtet). Vorstand, Personalrat und Abteilungsleitung haben die aktuellen Rahmenbedingungen auf den Prüfstand gestellt.

 

Die Landwirtschaftskammer NRW hat als Aufsichts- und Prüfungsbehörde signalisiert, dass sie die Wiederaufnahme der Ausbildung ausdrücklich unterstützt. Das Ausbildungskonzept der TBS wird von der Kammer als fachlich und strukturell stimmiges Konzept begrüßt.

 

Die Stadtverwaltung hat erklärt, dass sie einen Neustart ebenfalls unterstützt. Es ist dabei bewußt, dass neben den Ausbildungskosten auch Projektkosten entstehen werden. Die Ausbildungstruppe hatte mit Blick auf den umfassenden Ausbildungsansatz in der Vergangenheit z.B. Spielplatz-Umbauprojekte oder Wegebau in Parks durchgeführt.

Die Ausbildungstruppe kann nach Wunsch der Stadt zusätzlich in weitere Projekte der Stadt (ISEK, Rathaus, Sportpark) eingebunden werden.

 

Für den Ausbildungsstart im August 2019 sollen noch in diesem Sommer die ersten Schritte eingeleitet und z. B. die Schulen gezielt angesprochen werden.

Die TBS werden am bewährten Konzept mit je zwei Auszubildenden festhalten. Wie in den vergangenen Jahren sollen eine junge Frau und ein junger Mann das Ausbildungsteam eines Lehrjahres bilden. Diese Konstellation ist nach Erfahrung der TBS eine wesentliche Rahmenbedingung für die in der Vergangenheit erreichten überdurchschnittlichen Ausbildungsergebnisse.

In Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer soll die zukünftige Ausbildung ohne Kooperationspartner stattfinden, da die Ausbildungsinhalte durch die TBS umfassend abgedeckt werden.

 

In den vergangenen Jahren konnten Personalfluktuationen zielgerichtet durch selbst ausgebildete Nachwuchskräfte aufgefangen werden. Der Bedarf an gut ausgebildeten Garten- und Landschaftsbauern ist landesweit stark gewachsen – eine Ausbildung macht deshalb auch bei nicht kontinuierlichem Eigenbedarf Sinn.

Der Betrieb hat darüber hinaus in seiner inneren Struktur erheblich von der Ausbildung profitiert. Die jungen Menschen, die sich auf ihren beruflichen Lebensweg vorbereiten, haben Denken und Handeln des Gesamtbetriebes positiv beeinflusst und „belebt“.

 

 

 

Der Verwaltungsrat wird gebeten, den Bericht zur Wiederaufnahme der Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau zur Kenntnis zu nehmen.

 

 

 

 

 

Der Vorstand

gezeichnet

Markus Flocke