Betreff
Integrationshelfer – Absprache von kreisweiten Standards
Vorlage
220/2013
Aktenzeichen
4/51-3 DA
Art
Berichtsvorlage

Sachverhalt:

Im Bereich der Hilfen nach ? 35a SGB VIII sind stark steigende Fallzahlen mit den entsprechenden finanziellen Auswirkungen zu beobachten. Insbesondere die starken Steigerungsraten im Bereich der Integrationshilfe/-assistenz m?ssen hier erw?hnt werden. In der letzten Sitzung des JHA am 09.09.2013 wurde eine entsprechende ?berplanm??ige Ausgabe f?r 2013 bereits eingebracht. Aktuell sind in Schwelm 26 F?lle von Integrationshilfe bewilligt. (Steigerung gegen?ber dem Vorjahr mehr als 100%)

Das Thema Integrationshilfe wird in den Jugend?mtern kreisweit problematisch gesehen. Unter anderem wurde eine m?gliche Pool-L?sung f?r die Schulen diskutiert, diese aber als nicht zielf?hrend wieder verworfen. Kosteneinsparungen sind nach Erfahrung anderer Jugend?mter durch eine Poll-L?sung nicht zu erzielen, vielmehr werden dadurch u.U. Hilfen vorgehalten, die als Einzelf?lle nicht bewilligt worden w?ren.

Au?erdem ist die Rechtslage im SGB VIII eindeutig als individueller Rechtsanspruch definiert.

Alternativ wurde aufgrund von Anregungen aus dem JHA ?berlegt, ob mit eigenem Personal anstatt Auftragsvergabe an freie Tr?ger z.B. ?ber bessere Steuerungsm?glichkeiten eine Ressourcenoptimierung erreicht werden k?nnte. Hierbei ist zu bedenken, dass u.a personalrechtliche Ma?nahmen zu ber?cksichtigen sind. Urlaubs- und Krankheitsvertretungen sowie kalkulatorische Risiken wegen nicht vorhersehbarer Fall-Laufzeiten und Fallzahlenentwicklungen m?ssten als zus?tzliche Probleme? gel?st werden.

Bei den regelm??igen Arbeitstreffen der Jugendamtsleitungen ist daher eine kreisweit gemeinsame Vorgehensweise beschlossen worden:

Bei Antr?gen/ Anfragen auf Integrationshilfe wird ab sofort ein einheitlicher Fragebogen eingesetzt, um den Bedarf m?glichst genau einsch?tzen zu k?nnen. Parallel erarbeitet eine Arbeitsgruppe aus dem Kreis der Jugendamtsleitungen ein Mindestanforderungs- bzw. Qualifizierungsprofil f?r die einzusetzenden Integrationshelfer/-assistenten. Auf die bereits vorliegenden Qualifizierungsma?nahmen der AWO und der Lebenshilfe wird hierbei Bezug genommen. Diese Mindestanforderung soll baldm?glichst umgesetzt werden.

Es ist damit zu rechnen, dass im Rahmen der anstehenden Inklusion weiter steigende Zahlen in diesem Bereich zu verzeichnen sind. Insofern sind verbindliche Standards f?r die Bewilligung von Integrationshilfe und den Einsatz von Integrationshelfern unabdingbar.


Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.


Finanzielle Auswirkungen:

 

Produkt Nr.

     

Bezeichnung

     

Aufwand

Ertrag

Einmalig

Wiederkehrend??

Investiv

Konsumtiv

??

Bedarf i. Haushaltsjahr

     

Folgekosten

     

Im Etat enthalten:

ja

nein

Deckungsvorschlag: