Betreff
Verwaltungsstrukturreform, hier Fachbereich Jugend, Soziales
Vorlage
134/2010
Aktenzeichen
1.2 Ka
Art
Berichtsvorlage

Sachverhalt:

Der Rat der Stadt hatte mit Vorlage Nr. 197/2008 einen Richtungsbeschluss hinsichtlich der weiteren Umstrukturierung der Verwaltung gefasst. Insbesondere war hier die weitere Zusammenlegung der bestehenden Fachbereiche vorgestellt worden. Die Verzahnung der Bereiche Jugend, Soziales mit den Bereichen Schule und Sport ist für Anfang 2011 geplant.

 

Ausgelöst durch das Ausscheiden des bisherigen Leiters des Fachbereiches Jugend, Soziales und des Wechsels eines Sachgebietsleiters in die Job Agentur ist es notwendig, gewisse Umstrukturierungen bereits jetzt einzuleiten. Nachfolgend werden die wesentlichen Leitlinien der zukünftigen Organisationsstruktur skizziert.

 

Um dem zukünftigen – alleine schon von der Mitarbeiterzahl und den Arbeitsschwerpunkten – beträchtlich größeren Leitungsspektrum Rechnung zu tragen, ist es angezeigt, die bisher in Personalunion eingerichtete Stelle „Fachbereichsleiter/Jugendamtsleiter“ aufzulösen und in getrennte Stellen zu überführen. In der Sitzung am 22.04.2010 hat der Hauptausschuss die Stellenbesetzung in der Fachbereichsleitung zum 01.05.2010 zur Kenntnis genommen. Hinsichtlich der   Besetzung der intern ausgeschriebenen Stelle des Jugendamtsleiters wird der Jugendhilfeausschuss am 28.06.2010 angehört.

 

Geplant ist zukünftig eine Organisation der Arbeitsabläufe in Teamzusammenhängen.

Der Anlage ist die geplante strukturelle Aufstellung der einzelnen Teams zu entnehmen. Wesentlicher Leitgedanke bei der Teambildung ist die thematische Schwerpunktsetzung (u.a. Aufbau eines umfassenden Frühwarnsystems im Team „ASD und frühe Hilfen“), d.h. die Teambildung erfolgt nach sinnhaften Zusammenhängen, verbessert verlässliche Vertretungsregelungen, bietet den Mitarbeitern eine Perspektivgestaltung und schafft insgesamt eine größere Transparenz. Eine weitere Schwerpunktsetzung im Jugendbereich wird verfolgt mit der projektierten Einbindung bisher extern vergebener Leistungen (u.a. Baby-Begrüßungs-Paket, Streetwork) in die interne Angebotsstruktur, um hier die Leistungen besser zu vernetzen. Begleitet von der derzeitigen Einführung der neuen Jugendamtssoftware „GEDOK“ und dem Aufbau eines Casemanagements, soll es mittelfristig gelingen – auch durch die jetzt zum 01.05.2010 neu geschaffene Stelle einer ASD-Leitung – Einsparungen bei ambulanten und stationären Leistungen zu ermöglichen.

 

Im Sozialbereich bietet sich die Gliederung in 2 Teams an, und zwar in ein Team „Wirtschaftliche Hilfen“ (im wesentlichen für die Grundsicherung und das Wohngeld) und ein Team „Beratung“, das bereits jetzt auch räumlich die vielfältigen Beratungsangebote für u.a. Senioren, Pflegebedürftige, Rentenantragsteller vernetzt hat. Durch zwischenzeitliche interne Aufgabenverlagerungen und technische Unterstützung von Teilbereichen, ist es gelungen, die geringfügige Stellenerweiterung (0,8 Stelle) im Jugendbereich im vollen Umfang auszugleichen.

 

Herauszustellen ist, dass die gesamte Umstrukturierung zum einen stellenplanneutral, d.h. keine Erweiterung des derzeitigen Stellenplans des Fachbereiches (siehe Anlage 2 ), und zum anderen kostensparend umgesetzt wird. Dank des Einsatzes der MitarbeiterInnen, die aufgrund der verzögerten internen Besetzung freigewordener Stellen eine beachtliche Arbeitsbelastung getragen haben, werden Personalkosten erspart, daneben werden künftig durch die Einbindung bisher externer Leistungen in den Aufgabenbereich des Fachbereiches dauerhaft Sachkosten in nennenswerter Höhe nicht mehr anfallen.

Die zukünftige Einbindung der Bereiche Schule und Sport wird zwangsläufig weitere strukturelle Änderungen voraussetzen; inwieweit hier Synergieeffekte (z.B. im Bereich Offene Ganztagsschule) erzielt werden, bleibt einer anstehenden Analyse vorbehalten.

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Ausschuss nimmt den Bericht über die künftige Struktur des Fachbereichs 4 zur Kenntnis.