Betreff
Jugendsportpark am Bahnhof
Vorlage
096/2026
Aktenzeichen
221.1.05
Art
Beschlussvorlage

Sachverhalt:

 

Die Entwicklungsübersicht zum Projekt eines Jugendsportparks am Bahnhof ist in der Sitzung des JHA am 02.02.2026 mit der VL 013/2026 dargestellt worden. In dieser Sitzung wurde der Verwaltung empfohlen, den Bau des Jugendsportparks am Bahnhof weiter zu beraten und Mittel zur Planung in den Etat neu aufzunehmen.

 

Bei der Bedarfsermittlung zur Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans 2027-2031 (durchgeführt im November 2025 in KiTas, an Schulen und im öffentlichen Raum) ist in einem ersten Schritt in unterschiedlichen Altersgruppierungen ermittelt worden, wo die Planungsschwerpunkte der Kinder und Jugendlichen (6-21 Jahre) liegen. Es wurden rund 200 Kinder und Jugendliche hierzu befragt.

 

Dabei war festzustellen, dass die unter 6 Jahre alten Kinder sehr angebotsorientiert sind und durch die von Eltern und Kitas gesteuerten Aktivitäten sehr unkritisch übergenommen werden. Mit zunehmendem Alter wird die eigene Situation und das Freizeitverhalten von ihnen immer differenzierter analysiert und sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Bedürfnisse zunehmend reflektiert. Dann werden auch konkrete Bedürfnisse geäußert.

 

Umfrageergebnis

 

Wichtig ist/sind ihnen insbesondere

 

a)    die Schule als Freizeitort

b)    Jugendspielplätze und Bolzplätze

c)    Jugendkultur und Musik

 

Aktuell beschäftigen sie sich am meisten mit/in

 

a)   dem Freizeitort Schule

b)   Betreuten Freizeittreffpunkten

c)    Inklusion

 

Mangel sehen sie im Bereich

 

a)   Spielplätze für Jugendliche

b)   der Freizeitangebote an Schulen

c)    an Treffpunkten ohne Erwachsenenkontrolle

 

Als gut werden die Angebote empfunden

 

a)   Vereinsgebundener Sport

b)   Medien und Internet

c)   Kinderspielplätze

 

Durch die Umfrageergebnisse wird deutlich, dass die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen sich zu der seinerzeit für die Planung des Jugendsportparks am Bahnhof durchgeführten Befragung geändert haben. Aktuell sehen Kinder und Jugendliche die Schule auch als einen attraktiven Freizeitort und wünschen sich dort eine Angebotserweiterung.

 

Wie in der VL 013/2026 erwähnt, haben sich die Förderbedingungen im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) geändert. Mit der VL 122/2025 ist die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes nicht mehr Bestandteil des ISEK „Neue Mitte Schwelm - Die Innere Mitte“.

 

Die Finanzlage der Stadt Schwelm erfordert zudem eine kritische Überprüfung sämtlicher Maßnahmen. In der Anlage ist die seinerzeit erstellte Planungsperspektive mit einer Kostenschätzung dargestellt. Die Entwicklungen am Markt lassen eine deutliche Kostensteigerung erwarten.

 

Die Verwaltung empfiehlt daher, zunächst die Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans 2027-2031. Damit einher geht die Evaluierung der Bedarfe und daraus resultierend die mittelfristige Finanzplanung.

 


Beschlussvorschlag:

 

Die Planungen zum Jugendsportpark am Bahnhof werden bis auf Weiteres ausgesetzt und mit der Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans 2027-2031 evaluiert.