Betreff
Fortschreibung der KiTa-Planung für 2021/22/23
Vorlage
159/2021
Aktenzeichen
4/51-1.02DA
Art
Beschlussvorlage

Sachverhalt:

Der Ausbau der Offenen Ganztagsschule an der GS Nordstadt wird aufgrund der gesetzlichen Anforderungen für eine Bedarfsdeckung von 80% mehr Fläche in Anspruch nehmen, als bisher geplant. So ist eine Kombination von OGS und KiTa in einem Bauvorhaben an der Metzer Straße voraussichtlich nicht umsetzbar. Es wird weiter nach anderen geeigneten Grundstücken für die Kitaplanung gesucht. Ein eventuell mögliches Grundstück wurde der Verwaltung bereits genannt. Es lässt den Bau einer zwei- oder dreigruppigen Einrichtung zu. Beim Bau einer KiTa mit nur einer Etage könnten drei Gruppen untergebracht werden.

 

Allerdings ist die Bedarfslage, vermutlich bedingt durch Auswirkungen der Pandemie, derzeitig rückläufig, sodass die Planung zunächst zeitlich zurückgestellt werden könnte.

 

Bei der letzten Abfrage in den Einrichtungen im Juni/Juli dieses Jahres waren in den bestehenden Kitas für 2021/22 noch ca. 20 Plätze frei. Weitere Plätze kommen hinzu, wenn die „Freundschaftsinsel“ an der Jesinghauser Straße fertig, personell voll ausgestattet und betriebsbereit sein wird (Herbst 2021).

 

Die Überbrückungs-einrichtung der AWO am Kiefernweg ist mit derzeit einer Gruppe noch nicht voll ausgelastet. Auch hier würden theoretisch noch Kapazitäten bestehen. Für U3-Kinder sind darüber hinaus aktuell auch noch Plätze in der Tagespflege vorhanden.

 

Die Voranmelde-/Aufnahmezahlen für 2021/22 lagen bei ca. 380 Kindern.

 

Die Voranmeldezahlen für 2022/23 liegen derzeit bei rund 200 Kindern (Aufnahmen in 5 ½ Monaten) und damit auf vergleichbarem Niveau zum Vorjahr.

 

Die Voranmeldezahlen für 2023/24 liegen derzeit bei 60 Kindern.

Es ist zu vermuten, dass Eltern aufgrund der schwierigen Betreuungssituation während der Pandemie ihre Kinder später als bisher geplant in den Einrichtungen betreuen lassen. Dadurch kommt es zu einer Verzögerung, die möglicherweise eine „Bugwelle“ von Kindern erzeugt, die dann aufgenommen werden sollen.

 

Insgesamt liegen die Geburtenzahlen in Schwelm auf dem bisher gewohnt hohen Niveau, so dass weiterhin über die Notwendigkeit einer zusätzlichen Einrichtung nachgedacht werden muss.

Ob und wie sich Pandemie insgesamt auf die Geburtenzahlen auswirken wird, ist derzeit bei den Statistikern (nicht nur in Schwelm) noch umstritten.

 

 

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss beschließt, dass die Verwaltung entsprechend der Entwicklung des Bedarfes erst dann eine weitere KiTa plant, wenn dieser Bedarf absehbar ist.

 

 

 

Der Bürgermeister

in Vertretung

gez. Schweinsberg