Betreff
KiTa-Bedarfsplanung, aktueller Stand, Entwicklung, Planung 2018/19, Einführung „KiTa-Pass“
Vorlage
136/2017
Aktenzeichen
4/51-1.02DA
Art
Beschlussvorlage

Sachverhalt:

Die Aufnahmen der Kinder für das Kindergartenjahr 2017/18 sind nahezu abgeschlossen und es kann ein rechnerisches Fazit gezogen werden. Die Einschätzungen in Bezug auf Bedarf und Platzangebot haben sich bestätigt, die Zahlen entsprechen ziemlich genau den Erwartungen. Lediglich eine leichte Verschiebung beim Ü3-Bedarf (etwas niedriger) zum U3-Bedarf (etwas höher) war festzustellen. Dem ist durch Umstrukturierung in verschiedenen Teilbereichen der Einrichtungen Rechnung getragen worden.

Die ursprüngliche Planung war, zwei neue Einrichtungen zum Kindergartenjahr 2017/18 in Betrieb zu nehmen. Nicht alle Einzugstermine werden haltbar sein. Aus diesem Grund ist neben den bestehenden Übergangslösungen eine weitere in der Kurfürstenstraße eingerichtet worden, in der bis zur Fertigstellung der Neubauten Kinder betreut werden können.

In Zahlen:

-       ca. 250 Plätze wurden durch Einschulungen zum KiTa-Jahr 2017/18 frei

-       ca. 70 Plätze sind durch Neubauten zum KiTa-Jahr 2017/18 bei Fertigstellung hinzuzurechnen

-       ca. 240 Neuaufnahmen sind (Stand 1. Aug. 2017) vorgenommen worden

-       ca. 50 Plätze sind in (Übergangs-)Einrichtungen noch verfügbar

-       ca. 55 Voranmeldungen liegen noch vor und werden weiterhin bearbeitet/zugewiesen

 

Eine nahezu 100%ige Deckung des Bedarfes liegt vor. Im Delta der Platzvergabe sind es jetzt die individuellen Bedingungen und Bedürfnisse der Kinder, Eltern und Gruppenformen, die die letzten Platzvergaben noch verzögern.

 

Der zukünftige Bedarf entwickelt sich stetig weiter. Hinzu kommen wachsende Kinderzahlen durch neu erschlossene Wohngebiete. Am Bahnhof Loh alleine entstehen 79 Wohneinheiten. Hinzu kommen zukünftig die Wilhelmshöhe und mögliche weitere Gebiete. Außerdem findet in verschiedenen Quartieren ein Generationswechsel statt. Ein steigender Bedarf an Betreuungsplätzen ist abzusehen.

(siehe auch Prognose der Bertelsmannstiftung von 2017)

Die Anfragen von auswärtigen Eltern, die in Schwelm arbeiten, verstärken sich immer mehr. Auch mehrere Arbeitgeber haben ein gestiegenes Interesse an eine Betreuung für Mitarbeiterkinder signalisiert, um Fachkräfte an sich binden zu können.

Die Verwaltung favorisiert den Bau einer weiteren viergruppigen Einrichtung, finanziert durch einen Investor, geführt durch einen Schwelmer Träger. Rechnerisch soll davon eine Gruppe für auswärtige Mitarbeiterkinder zur Verfügung stehen, die dann betrieblich finanziert wird. Hierfür soll eine entsprechende Ausnahmeregelung beschlossen werden.

 

Im Rahmen der organisatorischen Weiterentwicklung des gesetzlich vorgeschriebenen Anmeldeverfahrens plant die Verwaltung die Einführung des „KiTa-Pass“ ab dem Kindergartenjahr 2018/19, der es den Eltern ermöglicht, eine verbindliche Anmeldung in den KiTas vorzunehmen, ohne, dass es zu Doppelanmeldungen kommen kann.

 

 

 

Beschlussvorschlag:

A)     Zum Kindergartenjahr 2018/19 soll eine weitere viergruppige Kindertageseinrichtung als Investorenmodell geplant werden.

B)      Eine Gruppe der KiTa soll ohne Kostenbeteiligung der Stadt Schwelm als Betriebskindergarten für auswärtige Mitarbeiterkinder zur Verfügung stehen.

C)      Es soll mit dem Betrieb des Kindergartens ein Schwelmer Träger beauftragt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bürgermeisterin

In Vertretung

gez. Schweinsberg