Betreff
Freizeitanlage Haus Martfeld / Ergänzung des Denkmalbereiches durch die Ansiedlung der Biologischen Station für den Ennepe-Ruhr-Kreis
Vorlage
160/2013
Aktenzeichen
FB 2 St
Art
Tischvorlage

Sachverhalt:

 

Die Stadt Schwelm verfolgt seit Jahrzehnten das Ziel, die Freizeitanlage Martfeld mit dem dort vorhandenen Baudenkmal inhaltlich und funktional zu sichern. Dies umso mehr, da Denkmalschutz von sich aus kein Selbstzweck besitzt sondern eben mit Inhalten und Funktionen untermauert werden muss.

Die Biologische Station f?r den Ennepe-Ruhr-Kreis (derzeitiger Standort in Ennepetal) ist eine von 35 Biologischen Stationen in NRW. Sie wurde im Jahr 2000 auf Grundlage der F?rderrichtlinie f?r Biologische Stationen in NRW gegr?ndet. Nach mehreren Umz?gen in verschiedene Geb?ude befindet sich die Biologische Station aktuell in einem privaten Mietobjekt, welches zuk?nftig als Reservefl?che f?r die Betriebserweiterung des Vermieters vorgesehen ist. Eine Standortsicherheit in Ennepetal ist nach Auskunft der Leitung der Biologischen Station so leider nicht mehr gegeben.

Zentrale Inhalte der Arbeit der Biologischen Station sind ? neben den naturschutzfachlichen Aufgaben ? die Umweltbildung im Ennepe-Ruhr-Kreis. Hierf?r muss innerhalb des Geb?udes ein gro?er Umweltbildungsraum zur Verf?gung stehen und zus?tzlich die Anbindung an die Kulturlandschaft gew?hrleistet sein. Beides sind Standortfaktoren, die derzeit nach Information der Leitung am Standort Ennepetal ungen?gend vorhanden sind.

Durch vielf?ltige gemeinsame Aktionen der biologischen Station mit den Heimat- und Kulturvereinen vor Ort wurde die Idee geboren, eine zentrale, ?berregionale Einrichtung f?r Umwelt- und Kulturbildung in Form eines gemeinsamen neuen Geb?udes in Schwelm zu schaffen. Ziel der Einrichtung w?re es, die biologische- und kulturelle Vielfalt in der Region zu bewahren, zu entwickeln und an k?nftige Generationen weiterzugeben. Ein idealer Standort f?r einen Neubau wurde in unmittelbarer N?he des Haus Martfeld gefunden.

Die Kombination von Umwelt, Kultur und Bildungsarbeit w?re in Nordrhein-Westfalen einzigartig und w?rde ein Alleinstellungsmerkmal mit einer ?berregionalen Ausstrahlung darstellen. Das geplante Geb?ude w?re in einer Parkanlage eingebettet, welche ein hohes Potential f?r Bildungsangebote im Freiraum aufweist. So sind hier historische Zier? und Nutzg?rten, das Erleben von historischen Haustierrassen sowie Aktionsr?ume zum Thema ?Baustelle Kulturlandschaft? oder? "Landschaft von Morgen" vorstellbar. F?r die Umweltbildungsarbeit fundamental von Bedeutung ist die Anbindung an den Naturraum. Optimal ist hier die fu?l?ufige Erschlie?ung des Naherholungsgebietes ?Martfelder Wald? mit einer f?r die Umweltbildung optimalen naturr?umlichen Ausstattung in Form von Flieߖ und Stillgew?ssern, Wald und Offenlandbereichen sowie Wiesen und Weiden.

Die Vorteile eines neuen zentralen Geb?udes w?rden sich vielf?ltig gestalten:

Durch die B?ndelung der Vereinsaktivit?ten in einem Geb?ude k?nnte eine optimale Wirtschaftlichkeit der Kr?fte erzielt werden. Eine auf die Arbeit der Station und der Vereine abgestimmte Raumaufteilung w?rde beste Bedingungen f?r eine gemeinsame Nutzung f?r Bildungsangebote wie Schulunterricht, Seminare, Workshops, Vortr?ge oder Ausstellungen darstellen.

Weiterhin w?re eine Bibliothek zum Thema: ?Natur und Kultur in der Region? m?glich, die all denen offen stehen w?rde, die ihr Wissen ?ber die Region vertiefen wollen. Die N?he und enge Verbindung mit dem Haus Martfeld und dem Museum erweitern das Spektrum der Zielgruppen und lassen ?berschneidungen lebendig werden. So entsteht Nachhaltigkeit und erlebbare Synergie.

Hier k?nnte ein Pilotobjekt f?r den Bereich ?bergreifende Bildungsarbeit geschaffen werden, in dem Kommune, Ehrenamt und Wissenschaft Hand in Hand zusammenarbeiten.

 


Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Stadt Schwelm beauftragt die Verwaltung mit der Pr?fung, ob und unter welchen Rahmenbedingungen die Ansiedlung der Biologischen Station f?r den Ennepe-Ruhr-Kreis am Standort Haus Martfeld realisiert werden kann. Die Verwaltung hat das Ergebnis der Pr?fung, bei der auch die Vorschl?ge des Arbeitskreises Haus Martfeld ber?cksichtigt worden sind, den zust?ndigen politischen Gremien zur weiteren m?glichen Beschlussfassung vorzulegen.

 


Finanzielle Auswirkungen:

 

Produkt Nr.

Bezeichnung

     

Aufwand

Ertrag

Einmalig

Wiederkehrend??

Investiv

Konsumtiv

??

Bedarf i. Haushaltsjahr

     

Folgekosten

     

Im Etat enthalten:

ja

nein

Deckungsvorschlag: