Unfallgeschehen 2011

Betreff
Unfallgeschehen 2011
Vorlage
153/2012
Aktenzeichen
5.12
Art
Berichtsvorlage

Unfallgeschehen 2011

 

Die Verwaltung berichtet jährlich über das Unfallgeschehen in der Stadt Schwelm und fasst dabei auch die Feststellungen und Empfehlungen der Unfallkommission (bestehend aus Vertretern der Polizeibehörde, Straßenverkehrsbehörde und Straßenbaubehörde) zusammen, die wiederum mindestens einmal jährlich tagt.

 

Die Zahl der Gesamtunfälle im Ennepe-Ruhr-Kreis - ohne Witten - ist von 6.923 (Jahr 2010) auf 6.617 (Jahr 2011) = minus 4,4 % gesunken. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden ist von 508 (Jahr 2010) auf 568 (Jahr 2011) = 11,8 %  gestiegen. Die Anzahl der Verunglückten im Ennepe-Ruhr-Kreis ist von 638 (Jahr 2010) auf 711 (Jahr 2011) = 11,4 % gestiegen.

 

Bei der Anzahl der Gesamtunfälle im Stadtgebiet Schwelm ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von minus 7,9 % zu verzeichnen. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden ist um 1,4 % gestiegen. Die Anzahl der Verunglückten in Schwelm ist um 1,1 % gestiegen. Im Jahr 2011 hat es bedauerlicherweise 1 Verkehrstoten gegeben (B 7 Talstraße).

 

Als Fazit ist festzustellen, das sich die Unfallhäufigkeit in Schwelm entgegen dem Landestrend positiv entwickelt hat.

Verkehrsunfälle, Verletzte und Tote in Schwelm 2010 / 2011

 

 

 

2010

2011

Aktiv1

Passiv2

 

2010

2011

2010

2011

Gesamtunfälle

1.062

978

 

 

 

 

Unfälle mit Personenschaden

69

70

 

 

 

 

Anzahl Tote

 

1

1

 

 

 

 

Anzahl Schwerverletzte

13

30

 

 

 

 

Anzahl Leichtverletzte

74

58

 

 

 

 

Verunglückte Kinder unter 15 Jahre

7

9

6

7

1

2

Verunglückte Jugendliche 15 – 17 Jahre

2

5

1

3

1

2

Verunglückte junge Erwachsene 18 – 24 Jahre

23

11

14

7

9

4

Verunglückte Senioren 65 +

10

12

8

9

2

3

Verunglückte Fußgänger

17

19

 

 

 

 

Verunglückte Radfahrer insgesamt

5

6

5

6

0

0

Verunglückte Radfahrer unter 15 Jahre

2

1

2

1

 

 

Verunglückte Radfahrer 65 +

0

0

0

0

 

 

Verunglückte mit motorisiertem Zweirad

19

17

 

 

 

 

 

 

Nachfolgend werden zu Unfallschwerpunkten Feststellungen und Empfehlungen der Unfallkommission aufgeführt:

 

 

·        Nachbetrachtung Unfallhäufungsstellen/unfallauffällige Bereiche:

 

 

L 551 / L 891 Hattinger Straße / Gevelsberger Straße

- ehemalige Unfallhäufungsstelle (UHS) -

 

Die Änderung der Lichtzeichenanlage (LZA) mit neuer Signalplanung (Beschluss der Unfallkommission 2007) im April 2012 hat dazu beigetragen, dass es sich bei diesem Verkehrsknoten nicht mehr um eine Unfallhäufungsstelle handelt.

 

Nachdem sich im Zuge der L 891 Gevelsberger Straße an diesem Verkehrsknoten aufgrund der geänderten Verkehrsführung mehrere Unfälle ereignet haben – so hat der jeweils links abbiegende Verkehr den entgegenkommenden Geradeausverkehr nicht beachtet -, wurde kurzfristig von Straßen.NRW ein zusätzliches Hinweisschild „Linksabbieger bitte Gegenverkehr beachten“ für beide Fahrtrichtungen an diesem Verkehrsknoten angebracht. Danach haben sich bisher keine gleichgearteten Unfälle an diesem Verkehrsknoten ereignet.

 

 

 B 7 Talstraße

 

In den Jahren 2010 und 2011 haben sich auf der B 7 Talstraße (außerorts) 2 Verkehrsunfälle mit jeweils tödlichem Ausgang ereignet. Zur Prüfung, ob hier eine Geschwindigkeitsüberwachungsanlage aufgestellt werden soll, sollte eine V 85 Messung durchgeführt werden.

 

Die V 85 Messung konnte nicht durchgeführt werden, da für den entsprechenden Zeitraum kein Messgerät zur Verfügung stand.

 

Auf Empfehlung der Unfallkommission soll das Kreisordnungsamt auf der B 7 Talstraße im Bereich „Vörfken“ eine Messstelle zur Geschwindigkeitsüberwachung für beide Fahrtrichtungen wieder einrichten

 

 

·        Unfallhäufungsstellen:

 

 

B 7 Berliner Straße / Hattinger Straße = UHS 12/12

 

Ein Teil der Verkehrsunfälle, die sich an diesem Verkehrsknoten ereignet haben, ist möglicherweise auf die schlechte Fahrbahnmarkierung zurückzuführen. Die Fahrbahnmarkierung soll daher von Straßen.NRW erneuert werden.

 

 

B 7 Milsper Straße / Dr.-Moeller-Straße = UHS 13/12

 

An diesem Verkehrsknoten haben sich u.a. 3 Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten ereignet (1 Auffahrunfall / 2 Unfälle mit querenden Fußgängern).

 

Als Sofortmaßnahme zur Sicherung der querenden Fußgänger soll von Straßen.NRW das Vorwarnzeichen für die Linksabbieger von der Dr.-Moeller-Straße zur Milsper Straße eingedreht werden.

Da die Signalgeber der LZA an diesem Verkehrsknoten schlecht zu erkennen sind, sind hier von Straßen.NRW Verbesserungen durchzuführen.

Die Fahrbahnmarkierung an diesem Verkehrsknoten ist von Straßen.NRW zu erneuern.

 



1 Aktiv = direkter Unfallbeteiligter

2 Passiv = Mitfahrender im Auto, Sozius auf dem Motorrad etc. als Unfallbeteiligter

Beschlussvorschlag:

 

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung wird gebeten, den nachfolgenden Bericht über das Unfallgeschehen zur Kenntnis zu nehmen.