TOP Ö 5: Bebauungsplan Nr. 96 "Historische Brauerei"
1. Abwägung und Beschlussfassung aus den Beteiligungen gem. § 3 Abs. 2 BauGB und § 4 Abs. 2 BauGB
Alternativ:
2.1 Satzungsbeschluss gem. § 10 BauGB (a)
2.2 Beschluss zur erneuten Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 sowie zur erneuten Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 2 BauGB (b)

Der BM Herr Stobbe teilt mit, dass es die SV 097/2014/1 noch nicht gibt und dass der Investor und sein Architekt ihr Projekt vorstellen wollen.

 

Herr Breit als Direktor der Euroconcept AG aus Zug in der Schweiz stellt sich und seine Holding als erfahrene Projektentwickler vor. Er ist sich vor Wochen mit der Pass GmbH einig geworden und will den Eigentumsübergang zum Jahresende durchführen. Das Bauwerk soll entwickelt werden und die Wohnungen im Teileigentum verkauft werden. Im Erdgeschoss ist Einzelhandel geplant; man will sich dabei am Markt orientieren. In Gesprächen mit Bürgermeister und Kämmerer wurde zugesagt zu bauen, was der Stadt Schwelm nutzen soll. Das ehemalige Verwaltungsgebäude soll kernsaniert werden, im benachbarten denkmalgeschützten Gebäude soll im EG eine Gaststätte mit Brauhaus entstehen. Kontakte zu einer Düsseldorfer Brauerei bestehen bereits.

 

Herr Lange als beauftragter Architekt erläutert kurz die Chronologie der Planungen und verweist auf Änderungen, die aus Gründen der Wirtschaftlichkeit  vollzogen werden sollen. Es sollen im Neubaubereich mehr Flächen dargestellt werden durch die Verlängerung der mehrgeschossigen Neumarktbebauung in den Innenhof hinein. Dort soll in der Nähe des alten Standortes des Brauereiturms ein ähnlicher „Turm“ entstehen, evtl. mit dem damals geretteten Mosaik. Im EG soll Einzelhandel entstehen, gewerbliche Nutzungen teilweise im 1. OG; ansonsten sind Wohnungen geplant, wie bereits im ursprünglichen Konzept. Im Altbau ist weiterhin Einzelhandel und ein Gaststättenbetrieb vorgesehen. Ansonsten ab dem 1. OG gewerbliche Nutzungen und Wohnungen. Herr Lange erläutert die Entwicklung der Fassade am Neumarkt aus dem Altbestand heraus.

 

Herr Breit beschreibt auf Anfrage von Herrn Feldmann die geplante Kernsanierung als hochwertige Sanierung nach vorheriger Prüfung der Gegebenheiten, mit entsprechendem Innenausbau in Absprache mit der Denkmalbehörde.

 

Herr Lethmate bestätigt auf Anfrage von Herrn Weidenfeld die Einhaltung der Festlegungen von GRZ und GFZ mit den Werten 1 und 3. Dies ist von Herrn Lange bereits überschläglich berechnet worden. Zudem könne aufgrund der Festlegung der maximalen Gebäudehöhen auch auf die GFZ-Festlegung verzichtet werden.

 

Herr Beckmann erkundigt sich nach der Größe der Lücke zwischen Altbau und Neubau im Biergartenbereich, die auf 18 bis 20 m bemessen wird.

 

Herr Feldmann erfragt die Nutzungen des neu geplanten nördlichen Riegels. Herr Lange antwortet: Im EG Einzelhandel, im 1. OG gewerbliche Nutzung und darüber Wohnungen.

 

Herr Feldmann fragt nach, ob sich durch die Änderungen schallschutzmäßige Probleme für die Biergartennutzung ergeben. Herr Lange kündigt die Überarbeitung des Lärmschutzgutachtens an.

 

Herr Rindermann fragt nach der konkreten, geplanten Nutzung der Villa bzw. des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Brauerei. Herr Breit plant, dort ein eigenes Konzept zu entwickeln, unabhängig von den Nutzungen in den Nachbargebäuden. Er konkretisiert dies später mit einer Büronutzung z.B. durch eine Anwaltskanzlei.

 

Herr Wapenhans fragt nach der Barrierefreiheit in der geplanten Gastronomie.  Herr Breit verspricht, alles behindertengerecht auszubauen. Die Einrichtung einer öffentlichen Behindertentoilette will er unter Umständen mit dem neuen Nutzer der Gastronomie besprechen.

 

Herr Schier stellt sodann fest, dass es keine weiteren Fragen gibt und verabschiedet Herrn Breit, seine Mitarbeiterin Frau Hajosch und Herrn Lange.